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Gerold Tietz
Große
Zeiten – Kleines Glück Im Prosaband „Satiralien – Berichte aus Beerdita“ (1989) schreibt der Autor in Satiren zur Lage der Nation gegen die Biedermeierei in Geist und Politik an. In seinem Roman „Böhmische Fuge“ (1997, 2005), der inzwischen in tschechischer Übersetzung erschienen ist, versucht der Autor jenen Ort ausfindig zu machen, an dem Tschechen, Juden und Deutsche friedlich zusammenlebten, bevor nationalistische Brandstifter das Land in Flammen setzten. Der Roman „Große Zeiten – Kleines Glück“ (2005) erzählt die Geschichte einer jungen Pragerin in der Zwischenkriegszeit. Er
nähert sich jener Zeit ohne Vorwürfe und ohne falsche Pathos,
stattdessen mit Hilfe von Zeitzeugen und einer beträchtlichen Portion
Ironie sowie der kritischen Distanz des Historikers. Tietz
erzählt die Geschichte nicht anhand der großen politischen
Entwicklung. Tietz
Romane leben von seinem packenden, lebendigen Erzählstil. |
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