gebunden
96 Seiten
€ 9
ISBN 978-3-88190-268-7
Edition Mundart

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Rudolf Stähle
Von
Karlsruh un de Mädle
Die “graue Eminenz der Mundart” nennen manche
Rudolf Stähle, den langjährigen
Leiter der Karlsruher Kulturredaktion des SDR, der vielen auch als Balduin
der Gar-
tenfreund bekannt ist. Ohne seine Unterstützung wäre die vielbesprochene
“Renais-
sance der Mundart” jedenfalls nicht möglich gewesen; er hat mit Kompetenz
und
Solidarität jungen Autoren weitergeholfen und ein Forum für die Literatur
der Region
geschaffen. Nun legt Stähle einen eigenen Band mit Geschichten und Gedichten
vor,
der zeigt, wie selbstverständlich gutes und unterhaltsames Schreiben im
Dialekt sein
kann. Das wirkt nicht angestrengt oder “heimattümelnd”, nicht kleingeistig
oder bieder
– der Senior der Mundartdichtung lässt so manchen jungen Schreiber blass
aussehen.
In “Von Karlsruh
un de Mädle” geht es, wie der Titel schon verrät, auch um Frauen-
porträts vor badischer Landschaft, man erfährt den angenehmsten Weg, eine
Stadt
kennenzulernen (“Karlsruhe kennen heißt in Karlsruhe lieben”) und weiß
am Ende
mehr von den Herzensnöten des kleinen Rudolf, der auch einmal richtig
geküsst sein
will. Als Erwachsene wird er dann auch überraschend geküsst – in einer
anderen
Geschichte, nach einer Zugfahrt, die zeigt, wie einen der Irrtum an die
richtige Stelle
führen kann. Überhaupt die “Eisebahgschichte”: was und wen man in Zügen
alles
erleben kann, das wird so manchen Leser zum Staunen bringen. Und wieder
eine
andere Seite offenbaren die Gedichte, die persönliche Krisen und Schwierigkeiten
eingestehen, aber auch immer wieder verschmitzt und koboldhaft einen Autor
zei-
gen, der nicht vorspielen muss, zu den innerlich Junggebliebenden zu gehören.
“Wieviel
Zärtlichkeit und Freundlichkeit kann man
ins Badische legen? Kann man in diesem Dialekt
verführen? Stähle kann es.”
Dr. Bernd Villhauer
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