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Paperback
Format 23,5 x 29 cm
114 Seiten
101 Abbildungen

€ 24,80
ISBN 978-3-88190-544-2

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Pressemitteilung


Lindemanns Bibliothek
Band 72


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Hermann Weber

Nikolaus Betscher

Hermann Weber, Professor an der Burg Giebichenstein, Hochschule für Kunst + Design in Halle/Saale, hat sich zu diesem gewaltigen Zyklus, der rund 80 Arbeiten umfasst, von einer historischen Person inspirieren lassen: Nikolaus Betscher (1745 – 1811) war der letzte Abt der Prämonstratenserabtei Rot an der Rot. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1803 aufgegeben und Betscher sowie ein großer Teil der Stiftsleute im deutschen Südwesten ihres Lebensmittelpunktes, in geistiger und weltlicher Hinsicht, beraubt.

Betscher war neben seiner administrativen Tätigkeit auch ein hochbegabter Komponist, dessen Werke heute noch aufgeführt werden.

Die Tragik seiner Existenz hat den Künstler Hermann Weber, der aus derselben Region wie Betscher stammt, in den Bann der historischen Persönlichkeit gezogen. An ihm lassen sich auch Facetten des Weltempfindens, im Angesicht von Zerfall und Zweifel, wahrnehmen. Die Bilder Webers zeigen Körper, die nur von ihrem Ornat getragen scheinen, dann wieder schemenhafte Figuren, die von allem Ballast befreit sind.

Die Beiträge von Dr. Barbara Regina Renftle, Prof. Wolfgang Schenkluhn, Wolfgang Urban M.A. sowie ein Gespräch zwischen Dr. Michael Kessler und Prof. Hermann Weber beleuchten auf eindrucksvolle Weise die Wucht der Einsicht Webers in die Persönlichkeit Betschers und der Nutzen, der für die Kunst und das Leben in unserer Zeit daraus gewonnen werden kann.