|
|
Hermann-Hesse-Preis 50 Jahre Hermann-Hesse-Preis Der Hermann-Hesse-Preis gehört heute zu den angesehensten Literaturpreisen der Bundesrepublik. Sein Renommee beruht nicht nur auf der beeindruckenden Ahnenreihe, von Martin Walser über Hubert Fichte, Adolf Muschg, Dieter Kühn zu Marlene Streeruwitz und Hans-Ulrich Treichel, sondern mit darauf, dass er von Hermann Hesse selbst auf den Weg gebracht worden ist. Auch der Förderpreis, der seit 1977 vergeben wird, verzeichnet Autorinnen und Autoren, die später ihren Weg gegangen sind. Die „Förderungsgemeinschaft Kunst“, hervorgegangen aus der „Notgemeinschaft der Deutschen Kunst“, wollte aufgrund der Diskreditierung der kulturellen Werte durch den Nationalsozialismus die Kunstpolitik nicht mehr dem Staat allein überlassen. Mit der Bitte, den Namen des überzeugten Pazifisten und Demokraten Hermann Hesse für den Preis benutzen zu dürfen, setzte man ein Zeichen und verband damit zugleich die Hoffnung, dass fast zehn Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik die Literatur sich niemals mehr politisch instrumentalisieren lassen und den Überzeugungen des Namengebers gemäß für Toleranz und Menschenwürde einstehen würde. Dafür bürgten auch der Verleger Peter Suhrkamp und sein Nachfolger Siegfried Unseld, die an der Begründung des Preises großen Anteil hatten. Hermann Hesse verstand darum den Karlsruher Literaturpreis insbesondere als Auszeichnung für die jüngere Literatur. Dieser kleine
Band wirft ausgestattet mit nahezu 100 Abbildungen und historischen Briefen
und Dokumenten einen Blick zurück auf die Jahre zwischen 1957 und
2007 und stellt die Preisträgerinnen und Preisträger sowie ihre
wichtigsten Werke in kurzen biografischen Notizen vor. |
||||