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gebunden
136 Seiten
Format 18,5 x 11 cm
€ 14,80
ISBN 978-3-88190-495-7

Lindemanns Bibliothek
Band 46


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Uta Asher

Die verschenkte Wolke
Gedichte und Prosa

„Heimat im Geschriebenen finden“ – so könnte die Überschrift für das Leben von Uta Asher lauten. Die Mutter von Heidelbergs ehemaliger Oberbürgermeisterin Beate Weber legt, gerade 85 geworden, eine Auswahl ihrer Gedichte und Prosastücke in einem stimmungsvollen Band vor.

Ashers Lyrik lebt von leisen Bildern, die den Augenblick einfangen und in ein fragiles poetisches Netz einweben. Es sind Momente, die entführen und Geschichten, die berühren. Aus ihnen allen spricht die feste Überzeugung, das Leben trotz aller Widrigkeiten erfüllt und lebenswert gestalten zu können und im Leben selbst Heimat zu finden. Die Sprache der Autorin bleibt trotz oder gerade wegen ihrer Bildhaftigkeit auf angenehme Weise nüchtern. So gelingt es ihren Gedichten, einen Raum aufzutun, in dem rationales Denken und emotionales Genießen gleichermaßen Platz haben.

vielleicht hör ich auch nicht
die Sterne singen
weil ich ein Mensch nur bin

und andre Wesen wissen
es klingt das Licht der Sommernacht
oder Gedanken singen in einer fremden Sprache

Uta Asher wurde 1923 in Nordböhmen geboren. 1945 floh sie mit ihrer Tochter Beate vor dem Krieg nach Heidelberg, wohin auch ihr Mann Fritz Asher 1948 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte. Die Familie zog zuerst ins Ruhrgebiet, dann nach Ratingen bei Düsseldorf. Nach dem Tod ihres Mannes kehrte Uta Asher wieder nach Heidelberg zurück, wo sie heute lebt.