|
|
Ute
Fründt
Die Arbeiten von Ute Fründt beschäftigen sich mit den Themen
Sehen, Gesehenwerden und Gesehenhaben. Besonders deutlich zeigen dies
ihr Holly Golightly-Zyklus und die Werke, die sich mal mehr, mal weniger
gegenständlich
mit den Luxus-Sehnsuchtswelten der Hochglanzmagazine von gestern und heute
beschäftigen. Da wird ein Tisch vor einem Spiegel, ein Arrangement,
das man aus Hotels kennt, nur durch die Bildunterschrift „Monte
Carlo“ suggestiv aufgeladen, und man fragt sich sofort: Hôtel
de Paris oder doch das Métropole? So spielt Ute Fründt mit
der Wahrnehmung, die immer im Austausch mit bereits Gesehenem passiert,
und legt das Prinzip des Schauens offen. Auch ihre Naturmalereien, die
oft die Sehnsuchtsmotive Palmen oder Orchideen beinhalten, ergeben durch
die Kombination von Gegenstand, Farbe und Formen eine völlig neue
komplexe Bildkonstellation, die Horizonte hinter dem Exotik-Klischee eröffnet.
|
|